Rebecca Chace – Abschied von Rock Harbor

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Beschreibung

Der Umzug ihrer Familie von Poughkeepsie an der amerikanischen Ostküste nach Rock Harbor sollte für Frances immer mit dem Selbstmordversuch ihres Vaters verbunden bleiben. Der Vater arbeitete nun wieder als Kupferstecher in einer Baumwollfabrik, aber die Verantwortung, auf ihn aufpassen zu müssen, lastete auch hier wieder auf Mutter und Tochter. Frances erzählt ihre Geschichte aus der Distanz, sie ist inzwischen Mitte 30. Obwohl auch andere Schüler aus Arbeiterfamilien stammten, fühlte sie sich unattraktiv und als Außenseiterin in ihrer Klasse. Auf den Unterschied zwischen Einheimischen und „Portugiesen“ wurde großer Wert gelegt, auch wenn man Tür an Tür wohnte und zusammen arbeitete. Durch den charmanten und bei allen beliebten „Portugiesen“ Joe Barros lernt Frankie Winslow Curtis kennen, den Sohn des Fabrikbesitzers. Joe umgarnt äußerst raffiniert Frankies Mutter, damit Frankie die Erlaubnis erhält, mit Winslow, dessen Schwester und Joe ans Meer zu fahren. Frankie kann weder schwimmen, noch hat sie einen Badeanzug. Wir sind im Jahr 1916, Frauen trugen ein Korsett und gingen nicht ohne Hut aus dem Haus, die Röcke reichten bis zum Knöchel. Die Freundschaft mit Joe und Winslow zeigt Frankie, dass ihr Platz in der Gesellschaft und besonders der von Joe als „Portugiese“ durch ihre Herkunft streng festgelegt ist. Als Frankie ihrem Vater sein Essen in die Fabrik bringt, erwacht ihr Interesse an den Abläufen in der Textilindustrie. Obwohl die junge Frau durch ihre Freundschaft zu Joe und Winslow sehr unkonventionell wirkt, empfand ich die Diskussion über die geplante Automatisierung der Stoffproduktion aufgesetzt. Frankie dient der Autorin als Stichwortgeberin, um die (sorgfältig recherchierten) Details zu den Arbeitsbedingungen zu Anfang des 20. Jahrhunderts unterzubringen.

 

 

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